Gangsta-Rapper Akon Remix für Michael-Jackson

Gangsta-Rapper Akon Remix für Michael-JacksonNicht nur Gangsta-Rapper vermarkten ihre Knast-Erfahrung: Der R&B-Sänger Akon wurde mit dem Hit “Konvicted” zum Lieblings-Knacki des Musik-Geschäfts. Jetzt veredelt der Star einen Michael-Jackson-Remix. Klingt so der neue King of Pop?

Akon - nie gehört? Denkste. Auch wenn einem der Name nichts sagt, ist es schlicht unmöglich, dem schneidenden Gesang des afrikanisch-amerikanischen R&B-Stars noch nicht ausgesetzt gewesen zu sein. Es sei denn, man hat sich im tiefsten Wald oder in einem anderen Funkloch verbuddelt. Seit nun schon zwei Jahren rotieren seine nasal intonierten Hits im Radio, plärren aus Handys und untermalen bunte Fernsehbeiträge. Und wer unter Garantie in die Charts will, kommt derzeit nicht umhin, den Sänger für einen Refrain zu buchen. Die Spannbreite seines Könnens ist beachtlich. Deshalb ist Akon auch der globale Supercrooner für die Generation HipHop.


Mit dem aktuellen Remix von Michael Jacksons Hit “Wanna Be Startin’ Somethin’” setzt Akon seinem flächendeckenden Erfolg noch eins drauf. Souverän übersetzt er den 25 Jahre alten Opener des “Thriller”-Albums in die urbane Gegenwart und verwischt erneut die Grenzen zwischen Pop, R&B und HipHop. Die Nervosität des Originals wird geschmeidig mit dem für ihn so typischen Minimal-Groove und Edelschnulzgesang ausgebremst, Marimbaklänge knüpfen an den afrikanischen Chorus und Akons senegalesische Herkunft an.

Nun muss man ihn dafür nicht gleich zum neuen King of Pop krönen. Akon ist eher das Gegenteil des künstlichen Pop-Zombies: tief dunkelhäutig, extrem körperlich, mit Waschbrettbauch, und mit einer schillernden Lebensgeschichte ausgestattet.

Alione Badara Thiam, wie der Sänger, Songwriter, Produzent, Labelchef und Besitzer einer Diamantenmine bürgerlich heißt, wurde in St. Louis, Missouri, als Sohn des bekannten Jazz-Perkussionisten Mor Thiam geboren. Seine Kindheit verbrachte er im Senegal. Als er sieben Jahre alt war, emigrierte seine Familie nach New Jersey. Über sein genaues Alter schweigt er sich aus. Allerdings hat er aktenkundige drei Jahre seines mutmaßlich 35-jährigen Lebens wegen Autodiebstahls hinter Gittern verbracht.

Der Legende nach schrieb er im Gefängnis sein Debüt-Album. Der Strafvollzug lieferte auch gleich das Leitmotiv seiner Karriere. So ist sein Künstlername eine Abkürzung für “A Convict”, auf deutsch: “Ein Häftling”. Typischerweise beginnt ein Akon-Song mit dem Geräusch einer zuschlagenden Gittertür. Mit der Single “Locked Up” startete er 2004 durch und erreichte 2006 mit dem Album “Konvicted” den bisherigen Höhepunkt seiner Laufbahn. Im Sommer erscheint der dritte Teil der Ketten-Saga: Auf “Acquitted” spricht sich Akon selbst frei.

Akon’s Homepage

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